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Donnerstag, 17. Mai 2012

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Parkpickerl in Penzing

05.02.2012 17:39

 

Parkpickerl in Penzing

Grundsätzliches, Spezielles, Polemisches

Warum in Österreich das Thema „Auto“ kaum jemals sachlich behandelt werden kann, ist wohl nur in Diplomarbeiten und Dissertationen der Soziologie und Psychologie zu erforschen und zu beantworten.

Die Gefühlspalette reicht von liebevoller Zuneigung über Verzweiflung bei Verlust und von Ärger und Wut bis zu aggressiven Attacken. Vor allem die negativen Gefühle treten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gefährtes in Erscheinung.

Leider finden die Befindlichkeiten der BenutzerInnen der Autos sehr viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit als die der Menschen, die sich nicht motorisiert in unserer Stadt bewegen. Für Eltern mit Kinderwagen oder RollstuhlfahrerInnen, die auf die Fahrbahn ausweichen müssen, weil sie zwischen illegal parkenden Autos und Hausmauer nicht durchkommen, werden keine Unterschriftenaktionen gestartet oder BürgerInnenversammlungen einberufen. Wenn allerdings diese Missstände, wie in der Märzstraße, durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden und wenn dann auch noch Bäume gepflanzt werden, dann marschieren ÖVP und FPÖ auf und beklagen die Vernichtung und den Raub von Parkplätzen.

Sachlich betrachtet, wird weder etwas vernichtet noch wird jemandem etwas geraubt. Es wird nur die Möglichkeit eingeschränkt, einen privaten Gegenstand auf einer öffentlichen Grundfläche zu deponieren. Wenn diese Gegenstände Baustoffe für Renovierungen oder Neubau von Häusern sind, muss um kostenpflichtige Genehmigung angesucht werden. Das Abstellen von anderen privaten  Dingen, wie eines Liegestuhls oder einer Kiste mit diversem Inhalt, ist überhaupt verboten. Nur mit einem Kraftfahrzeug kann eine öffentliche Fläche, also Allgemeingut, in Privatbesitz genommen werden. Wer raubt da wem etwas? 

Es ist daher, ganz nüchtern betrachtet, nur recht und billig, dass die Allgemeinheit für die Nutzung der öffentlichen Fläche auch fürs Abstellen von Autos eine Gebühr verlangt. Das geschieht derzeit durch kostenpflichtige Kurzparkzonen und in einigen Wiener Bezirken durch das sogenannte Parkpickerl. Nun soll diese Form der Bewirtschaftung des öffentlichen Straßenraums auch in den Bezirken außerhalb des Gürtels eingeführt werden. Dazu wurde in einer Studie erhoben in welchen Bereichen die Verparkung besonders drastisch ist. In Penzing gibt es etliche Gegenden, wo dringend über eine Reduzierung der „Überparkung“ zu diskutieren ist.         
Dieser Prozess findet derzeit statt: Grüne und SPÖ haben sich auf einen Vorschlag der betroffenen Bereiche geeinigt, stellen aber fest, dass es noch zahlreiche offene Fragen gibt, die gemeinsam mit den Fachleuten der Parkraumkommission gelöst werden sollen.

Zur Information der Bevölkerung wird es im Februar eine dreitägige Informationsveranstaltung geben. Neben Schautafeln mit Plänen werden auch Fachleute und PolitikerInnen anwesend sein.

Wann:              Mi. 22.2.2012 von 7.00-19.00 Uhr

                      Do. 23.2.2012 von 12.00-17.00 Uhr

                      Fr. 24.2.2012 von 8.30-17.00 Uhr

 

Wo:                  Amtshaus Hietzing/Penzing

                        13., Hietzinger Kai 1-3, 2. Stiege,
                        1. Stock, Zimmer 89

       



 

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