Viel Trara um einen einsamen radständer am wolfersberg

Radfahrer:innen, insbesondere jene, die mit Lastenrädern unterwegs sind, haben es häufig schwer, im Straßenraum geeignete Abstellmöglichkeiten zu finden. Dabei fördert die Stadt Wien Lastenräder und E-Mobilität, sodass auch im Westen Penzings inkl. des Wolfersbergs zunehmend das Radl genutzt wird: So nutzen u.a. immer mehr Eltern Lastenräder, um ihre Kinder zum Kindergarten oder zur Schule zu bringen.

Damit es auch ausreichend Abstellanlagen gibt, soll bald ein Antrag der Grünen Penzing auf einen lastenradtauglichen Radständer umgesetzt werden: Gemeinsam mit der Magistratsabteilung 46 wurde der Musikzugplatz für die Aufstellung von vier lastenradtauglichen Radbügeln festgelegt.

So weit, so unspektakulär. Dennoch ist die Aufregung in der Wolfersberger Autolobby groß: Aufgestachelt vom politischen Mitbewerb wird sich lauthals über den einen (!) verlorenen Parkplatz echauffiert und wütende, bisweilen den gebotenen Respekt vermissenlassende, E-Mails verschickt. Man hat den Eindruck, in ein Wespennest gestochen zu haben.

Und so wirft diese Diskussion essenzielle Fragen auf, die über die bloße Installation eines Radständers hinausgehen. Denn warum stoßen in einer Zeit, in der die Herausforderungen rund um den Klimaschutz immer drängender werden, selbst kleine Maßnahmen wie die Schaffung eines Radabstellplatzes immer wieder auf derart großen Widerstand?

Wir Grüne Penzing sehen es jedenfalls weiterhin als unsere Verpflichtung, eine nachhaltige Mobilität zu fördern – und setzen uns auch nach wie vor für die Realisierung des lastenradtauglichen Radständers am Musikzugplatz ein!