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am 16. Mai

Parks in Penzing – wie grün ist unser Bezirk?

Elias Oppenrieder - Gerade jetzt, wo es draußen deutlich wärmer wird, brauchen wir grüne Flächen, um uns zu erholen und abzukühlen. Wie sieht es in Penzing mit Parks und Wiesen aus und warum sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern erfüllen auch wichtige klimatische Funktionen?

Hängematte Matznerpark
Hängematte im Matznerpark

Der Frühling kommt – und mit ihm nicht nur blühende Blumen und summende Insekten, sondern in Zeiten der Klimaerhitzung auch ein deutlicher Temperaturanstieg. Umso wichtiger sind viele Parks, in denen Bäume Schatten spenden und für Abkühlung sorgen. Erfreulicherweise gibt es in unserem Bezirk viele davon.

Penzing ist "zweitgrünster" Bezirk Wiens

Laut Angaben der Stadt Wien gibt es in Penzing 48 Park- und Grünanlagen. Mit einem Grünland- und Gewässeranteil von 61% an der Gesamtfläche des Bezirks ist Penzing damit nach dem benachbarten Hietzing der zweitgrünste Bezirk Wiens. Allerdings müssen bei dieser Berechnung zwei wichtige Aspekte beachtet werden: Erstens gibt es in einem Flächenbezirk wie Penzing natürlich mehr Platz für Parks als in einem dicht besiedelten innerstädtischen Bezirk wie beispielsweise der Josefstadt. Zweitens entfallen mehr als 80% dieses Grünlandes auf den Wienerwald am westlichen Rand des Bezirks. Danach folgen flächenmäßig die Steinhofgründe mit ihren Wiesen. In Breitensee oder Baumgarten sind im Vergleich dazu grüne Orte schon deutlich rarer.

Parks tun dem Klima in der Stadt gut

Städte wie Wien sind Wärmeinseln. Im Vergleich zum Umland liegen die Temperaturen oft um einige Grad Celsius höher. Bäume können hier für Abkühlung sorgen. Forscher*innen der niederländischen Universität Wageningen haben berechnet, dass die Kühlleistung eines einzelnen Baumes der von zehn Klimaanlagen entspricht. Allerdings ist Baum nicht gleich Baum. Je nach Temperatur und Standort sind unterschiedliche Baumsorten besser geeignet. So kühlen einer Studie der Technischen Universität München zufolge Bäume mit geringem Wasserbedarf an heißen Tagen besser. An milden Sommertagen sind es dagegen „durstige“ Bäume, die für mehr Abkühlung sorgen. Bei der Neu- und Umgestaltung von Parks müssen solche Erkenntnisse unbedingt berücksichtigt werden. Welche Bäume gut mit den steigenden Temperaturen in der Stadt zurechtkommen, ist ein weiterer wichtiger Faktor.

Übrigens: Mit der – mickrigen – Grünfläche am Lotte-Lenya-Platz ist gerade einmal eine einzige Grünanlage im ganzen Bezirk nach einer Frau benannt. Nicht nur bei der Benennung von Straßen, sondern auch bei der Benennung von Parks gibt es also ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Wir Grüne wollen das ändern.​​

Parks sind für alle da

Neben ihrem positiven Einfluss auf das Mikroklima in unserem Bezirk erfüllen Parks auch eine wichtige soziale Funktion: Sie sind einer der (immer weniger werdenden) öffentlichen Orte, an dem sich Menschen aus allen Altersgruppen und allen Gesellschaftsschichten aufhalten können, ohne dass sie gezwungen werden, etwas zu konsumieren oder Eintritt zu bezahlen. Damit Parks auch von allen wahrgenommen werden, braucht es verschiedene Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse: Sitzgelegenheiten für Ältere, Sport- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Was für alle zur Verfügung stehen sollte, sind außerdem öffentliche WCs. Auf Antrag von uns Grünen wurde im Gustav-Klimt-Park inzwischen eine Komposttoilette installiert, die umweltverträglich und CO2-neutral funktioniert. Solche Komposttoiletten fordern wir auch für andere Orte – im 7. und im 15. Bezirk gibt es sie bereits an vielen Stellen.