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am 30. September 2020

TIEF IM WESTEN. DAS WIENER HAWEI

Webredaktion Grüne Penzing - Hadersdorf-Weidlingau, von den Einwohnern auch HaWei genannt, liegt für viele Wiener*innen nicht unbedingt am Radar, dabei umfasst das Gebiet fast zwei Drittel der Fläche Penzings sowie Perlen des Bezirks wie die Sophienalpe oder die Rieglerhütte. Und auch politisch ist in HaWei einiges zu tun, hier ein Überblick über die beiden wichtigen Themen Verkehr und Bildung.

VERKEHR

Die A1 und die B1 sind Hauptverkehrsadern, durch die täglich viele Pendler*innen nach Wien kommen. Jeden Morgen bilden sich Autokolonnen und Staus. Auch auf der Hauptstraße ballt sich in den Stoßzeiten der Verkehr – und wenn er fließt, wird die 30er-Zone rund um die beiden Schulen und den Kindergarten von vielen missachtet. Hier braucht es für die Sicherheit der Kinder weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitskontrollen. Auch extralange, unsichere LKW nehmen diese Strecke, eine Begrenzung auf 3,5 Tonnen wäre wünschenswert.

Eine Antwort auf den Verkehrsstress liegt in der grünen Mobilitätswende. So fährt auf Grüne Initiative seit dem Vorjahr die S50 im Viertelstundentakt und bringt viele Pendler*innen aus dem Westen Wiens und den umliegenden Gemeinden in nur wenigen Minuten klimafreundlich ins Stadtzentrum. Dennoch bieten die Züge der S50 zu den Stoßzeiten nicht genug Platz für alle Pendler*innen. Hier fordern wir den Ausbau und die Verdichtung der Zugverbindungen.
Unsere Vision: U-Bahn-Takt für Hadersdorf-Weidlingau! Und die Ausweitung des Parkpickerls würde HaWei von hunderten einpendelnden PKW entlasten.

BILDUNG

Wie fast überall in Wien steigt auch in HaWei die Zahl der Einwohner*innen kontinuierlich. Zwar gibt es in Hadersdorf und dem Wolfersberg je eine Volksschule, jedoch werden auch hier die Anzahl der Schüler*innen in den Klassen höher und die Raumverhältnisse schlechter. Zudem gibt es nicht genügend Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Insbesondere Alleinerziehende gehen daher letztlich häufig nicht der gewünschten beruflichen Tätigkeit nach. Wir fordern daher die immer noch zu geringen Betreuungsplätze in Krippen, Kindergärten und Schulen zu erhöhen und das Versprechen einzulösen, dass jedes Kind die gleiche Chance auf Bildung verdient und auch bekommen soll.

Anatol Dietl​​