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am 13. März

Ein Puzzlestein im Kampf gegen die Klimakrise: Weniger Verkehr und mehr Bäume für Penzings Zentrum

Anneliese Kästner-Hejda, Silke Baron - Der Kampf gegen die Klimakrise geht uns alle an, doch was kann der Bezirk tun? Vorrangig müssen Maßnahmen wie Begrünung und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Förderung von Zu-Fuß-Gehen und Radfahren bei gleichzeitiger Reduzierung des KFZ-Verkehrs gesetzt werden. Und ja - das bedeutet oft auch eine neue Nutzung von bisherigen Parkplätzen.

Denn diese sind keine durch den Kauf des PKW und eines Parkpickerls anmietbaren Inseln vor der Haustür, sondern öffentlicher Raum der allen gehört.

Baumkataster Hütteldorferstraße

In der Mainstream-Verkehrspolitik wird leider immer noch das Autofahren prioritär behandelt, andere VerkehrsteilnehmerInnen als motorisierte oft nur als lästiges und teils sogar belächeltes Übel betrachtet. Das eigene Auto, bei vielen Menschen immer noch als Sinnbild für Wohlstand gehandelt, wird über die Lebensqualität und Gesundheit gestellt. Das Mobilitäts- und Gesundheitsbewusstsein der jüngeren Bevölkerung geht glücklicherweise mittlerweile weg vom Autobesitz hin zu aktiver Mobilität, zur Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel – Stichwort Multimodal - und fallweiser Nutzung von Car Sharing. Das Smartphone hat meist das Auto als Statussymbol abgelöst. Langsam hat ein Umdenken in Richtung Ökologie und Lebensqualität durch mehr Grün als Grau eingesetzt.

Apropos Grün:

Unsere Bezirksrätin Anneliese Kästner-Hejda stellte in der Bezirksvertretungssitzung zu Jahresbeginn den Antrag auf Baumpflanzungen entlang der Hütteldorfer Straße im Bereich zwischen Johnstraße und Schnellbahnstation Breitensee.
Dieser ca. 1,3 km lange Straßenzug heizt sich mangels Begrünung im Sommer extrem auf. Das wiederum geht auf Kosten unserer Gesundheit und Freiheit. Überhitzte Straßen und Stadteile sind für Kinder und Kreislaufschwache eine große Belastung und nur unter großen Mühen oder gar nicht mehr benutzbar. Vor der Theodor Körner Kaserne gegenüber des Ludwig-Zatzka-Parks gibt es bereits einen schmalen Grünstreifen der sich für eine Baumbepflanzung anbietet. Die etwaige Ausgestaltung dieses Bereichs zu einem Penzinger Hauptplatz in den nächsten Jahren wird jedoch vermutlich eine rasche Begrünung hintanstellen, zuerst muss an einem Gesamtkonzept dieses Straßenabschnitts gearbeitet werden. Der Antrag für das Setzen einer Baumallee bis zur Bezirksgrenze wurde jedenfalls einstimmig der Verkehrskommission zur weiteren Beratung zugewiesen. Wir informieren euch weiterhin über den Fortschritt des Projekts.​