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am 12. Februar

Der Loudonsteg in Hadersdorf ist gesperrt

Silke Baron - Die Stadt der kurzen Wege bedeutet neben einer Stärkung der Nahversorgung vor allem die kürzesten Wege fürs Zufußgehen anzubieten. Bahnlinien und große Straßen zerschneiden die Stadt und verursachen lange Umwege.

In Hadersdorf ist die Teilung des Bezirks durch die Westbahnstrecke gelebte - wenn auch ungeliebte - Realität. Der Loudonsteg verbindet seit vielen Jahren die beiden Teilstücke der Bahnstraße. So gelangen hunderte Anrainer*innen rund um die Loudonstraße auf kürzestem Weg über die Bahntrasse zur Hauptstraße und den Buslinien unterhalb der Bahn sowie ins Auhof-Center. Kindergarten und Apotheke sind nur einen Steinwurf entfernt, ohne den Steg aber zu Fuß ein weiter Weg.

Seit 10. Jänner ist der Steg gesperrt

Die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet, Belag und Träger seien beschädigt, eine genaue Überprüfung des Stegs sei laut ÖBB aufwendig und kann erst Anfang April durchgeführt werden. Es müsse nicht nur die Abschaltung der Oberleitung koordiniert werden sondern es müssten auch Gleisfahrzeuge mit Arbeitsbühnen verfügbar sein.

Das klingt nachvollziehbar, aber bis April auf die Überprüfung warten? Und dann, wie und wann wird es weitergehen? Wer wird die Sanierungs- und Erhaltungskosten langfristig übernehmen? Wird der Steg so umgebaut dass er auch für Menschen mit Behinderung, Kinderwägen oder Rädern barrierefrei überwindbar ist?

Wir setzen uns generell für die Öffnung von Durchgängen, Übergängen und für leichte Überquerungen ein und hören nicht auf nachzufragen. Für eine Stadt der kurzen Wege ist dieser Steg notwendig, nicht zuletzt weil er oftmals Autofahrten überflüssig macht. 

Der Loudonsteg muss rasch wiedereröffnet werden und allen Menschen langfristig erhalten bleiben. Wir können nicht viele Monate oder am Ende Jahre warten bis sich die Hebel in Bewegung setzen. Wir bleiben dran!