Bezirke
Navigation:
am 14. Februar

OTTO-WAGNER-AREAL BLEIBT NAHERHOLUNGSGEBIET FÜR ALLE

Kilian Stark - Eine langjährige Forderung der Grünen Penzing wird jetzt umgesetzt: mit dem neuen Flächenwidmungsplan werden die Grünflächen im Otto-Wagner-Areal geschützt. Das Jugendstil-Ensemble bleibt erhalten. Damit werden die Ergebnisse des Mediationsverfahrens im Planungsbereich umgesetzt und Sündenfälle der Vergangenheit saniert.

DAS GESAMTE ERHOLUNGSGEBIET STEINHOFGRÜNDE BLEIBT ERHALTEN.

​Die neue Flächenwidmung sichert das kulturhistorische Areal und seine Gebäude weiter ab und erhält es als grünes Naherholungsgebiet für alle Wienerinnen und Wiener:

  • Eine Bebauung zwischen den Pavillons wird nicht mehr möglich sein. Dadurch bleiben alle Grünflächen im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich unangetastet.
  • An den Gebäuden selbst werden nur minimale Veränderungen erlaubt – wie etwa für einen barrierefreien Zugang. Alle Änderungen müssen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen.
  • Die Grünflächen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal bzw. Ostareal bleiben bestehen und werden von Bauland in Grünland umgewidmet. Auch die zentrale Sichtachse Pathologie – Kirche wird freigehalten. Eine Verbauung ist damit ausgeschlossen.

Durch die neue Flächenwidmung wird zudem sichergestellt, dass das Areal in seiner Gesamtheit erhalten bleibt und damit das baukulturelle Erbe der Anlage im Vordergrund steht. Schon bisher ist der historische Gebäudebestand durch den Denkmalschutz und durch die Schutzzone, die seit 2006 für das historische Ensemble gilt, gesichert.​

DIE POLITISCHE ENTWICKLUNG SEIT DEM FLÄCHENWIDMUNGS- BESCHLUSS IM GEMEINDERAT VON DEZEMBER 2006 – EINE KLARSTELLUNG DER HISTORIE

  • 2006: SPÖ und FPÖ beschließen die Flächenwidmung welche den Bau von 620 teils frei finanzierten Wohnungen (sogenannten „Luxuswohnungen“) zulässt. Nachzulesen ist die Abstimmung im Gemeinderat hier: https://www.wien.gv.at/mdb/gr/2006/gr-016-w-2006-12-15-026.htm
  • 2008: SPÖ, ÖVP und FPÖ verkaufen einen großen Teil des Otto-Wagner-Areals an die GESIBA. Gegen den heftigen Widerstand der Grünen.  Nachzulesen ist dies hier: https://www.wien.gv.at/mdb/gr/2008/gr-036-w-2008-06-25-053.htm
  • 2011: Die Grünen erwirken gemeinsam mit BürgerInneninitiativen die ersatzlose Streichung eines großen Teils der geplanten Bauten mit über 600 Wohnungen. Die Grünen haben folglich rasch nach Eintritt in die Stadtregierung mittels eines Mediationsverfahrens Schadensbegrenzung betrieben. Es werden statt über 600 nur ca. 160 Wohnungen neu gebaut.
  • 2014: Die Stadt Wien beauftragt die MA 21, die Ergebnisse aus der BürgerInnenbeteiligung und den ExpertInnen-Gremien für die zukünftige Nutzung des Areals in einer neuen Flächenwidmung festzuschreiben.
  • 2020: Die neue Flächenwidmung wird der Öffentlichkeit präsentiert.


WAS DIE GRÜNEN BEWIRKEN KONNTEN:

  • Rückkauf des Geländes durch die Stadt, für das jetzige Projekt wurde lediglich das Baurecht vergeben 
  • keine Bebauung der Grünstreifen westlich und östlich der Pavillons und somit Erhalt des wertvollen Ensembles
  • drastische Reduktion der erlaubten Bauhöhen
  • drastische Reduktion der verbauten Fläche
  • drastische Reduktion der nötigen Baumfällungen, die Baukörper wurden so gesetzt, dass die wertvollsten Bäume erhalten bleiben können
  • Einfügen in den Bestand: sowohl die Bauten als auch die Grünraumgestaltung werden den ursprünglichen Plänen von Otto Wagner nachempfunden
  • keine Luxuswohnungen, die Wohnungen werden vermietet und ein Schwerpunkt auf soziale Zwecke gelegt
  • kein Parken an der Oberfläche