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am 14. Februar

Wohnbauten am Areal des Otto Wagner Spitals - die Arbeiten beginnen

Kilian Stark - Im Osten des Otto Wagner-Areals haben heute mit Baumschlägerungen die Arbeiten zur Errichtung von 62 Wohnungen durch die Gesiba begonnen. Damit wird das Ergebnis der Mediation mit der BürgerInneninitiative Steinhof umgesetzt. Durch angepasste, moderate Bebauung wird der Grundstein zum Erhalt des Pavillon-Ensembles gelegt.

Otto-Wagner-Areal Plan

Die 2014 vorgestellten Pläne basieren auf dem Ergebnis einer einjährigen Mediation zwischen allen Beteiligten. Bereits 2006 war durch SPÖ und FPÖ eine weitgehende Bebauungsmöglichkeit beschlossen worden, 2008 durch SPÖ, FPÖ und ÖVP ein Verkauf des Geländes an die Gesiba. Durch den intensiven Einsatz der Grünen konnten demgegenüber zahlreiche Erfolge erzielt werden:


  • Rückkauf des Geländes durch die Stadt, für das jetzige Projekt wurde lediglich das Baurecht vergeben
  • keine Bebauung der Grünstreifen westlich und östlich der Pavillons und somit Erhalt des wertvollen Ensembles
  • drastische Reduktion der erlaubten Bauhöhen
  • drastische Reduktion der verbauten Fläche
  • drastische Reduktion der nötigen Baumfällungen, die Baukörper wurden so gesetzt, dass die wertvollsten Bäume erhalten bleiben können
  • sanftes Einfügen in den Bestand: sowohl die Bauten als auch die Grünraumgestaltung werden den ursprünglichen Plänen von Otto Wagner nachempfunden
  • keine Luxuswohnungen, im jetzt in Umsetzung befindlichen Projekt werden die Wohnungen vermietet und ein Schwerpunkt auf betreutes Wohnen gesetzt
  • kein Parken an der Oberfläche, bei den neuen Wohnbauten wird lediglich die Zufahrt erlaubt sein, Parken werden die Fahrzeuge in der Tiefgarage


Das ist aus Sicht der Grünen Penzing ein gutes Ergebnis, schiebt es doch auch Großprojekten, wie sie bereits geplant waren, einen Riegel vor. Dass die jetzigen Baumfällungen einige schmerzen, ist verständlich. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass in der Politik Entscheidungen getroffen und deren Umsetzungen auch eingehalten werden müssen, und dass ein tragfähiger Kompromiss zum Wohle der Stadt, der Natur und der zukünftigen BewohnerInnen gefunden wurde.


Um diese Erfolge abzusichern und eine zukunftsträchtige Entwicklung des Otto Wagner Areals sicherzustellen fordern die Grünen Penzing: 

  • den umgehenden Beschluss des Flächenwidmungsplans, um eine weitgehende Verbauung (wie ihn der derzeit gültige Flächenwidmungsplan aus 2006 erlaubt) rechtsverbindlich auszuschließen 
  • die Forcierung der Erarbeitung von Nachnutzungen des Otto Wagner Spitals durch die Wiener Standortentwicklung GmbH unter strikter Einhaltung des Denkmalschutzes