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am 8. Oktober 2020

Lichtverschmutzung: Schutz der Nacht

Maria Pflug-Hofmayr - Wien ist eine lichtverschmutzte Stadt. Der Tausch der Straßenbeleuchtung ist einer von vielen notwendigen Schritten, um die Nacht – und damit auch Menschen und Tiere – besser zu schützen.

Lichtverschmutzung

Messungen zeigen, dass die Überbeleuchtung in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen hat. Insekten gehen an den Lichtquellen zugrunde und fehlen den Vögeln als Nahrung. Auch die menschliche Gesundheit leidet.

Bei der Straßenbeleuchtung gab es in den vergangenen drei Jahren immense Verbesserungen. Denn seit 2017 werden 50.000 Seilhängeleuchten gegen moderne LED-Leuchten getauscht.

Das ist zu begrüßen: Die modernen Leuchten bringen das Licht gezielt zum Boden. Anrainer*innen merken, dass weniger Licht in ihre Wohnungen leuchtet. Zusätzlich werden die neuen Wiener Standardleuchten um 22 Uhr und noch einmal um 24 Uhr gedimmt. Damit sparen sie insgesamt rund 60 Prozent der zuvor nötigen Energie.

An Kreuzungen bringt die neue Beleuchtung mehr Sicherheit durch einheitliche Lichtfarbe und bessere Ausleuchtung. Außerdem ist die Lebensdauer der neuen LED-Leuchten mit mindestens 17 Jahren Gewährleistung doppelt so hoch wie jene der alten Langfeldleuchten.

Lichtverschmutzung
nimmt weiterhin zu

Doch manche Straßenzüge kommen nicht in den Genuss der neuen Leuchten. In Penzing gehören unter anderem Teile des Wolfersbergs oder der Bereich unterhalb des Otto-Wagner-Spitals zu den Gebieten, in denen veraltete Quecksilberdampflampen, die besonders viel schädliches UV-Licht abgeben, zurückbleiben.

Klar ist zudem: Das Zuviel des Lichts stammt nicht nur von Straßenlampen, sondern aus diversen Lichtquellen. Wenn wir Insekten, Vögel und Menschen durch verbesserte Beleuchtung effektiv schützen möchten, bleibt also noch einiges zu tun – die Grünen Penzing bleiben am Thema dran!​