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am 11. Februar

Vögel füttern im Winter – aber richtig

Marita Gasteiger - Gerade in einem grünen Bezirk wie Penzing lässt sich gefiederter Besuch im Winter gerne füttern. Tierschützer*innen warnen jedoch vor falschen Leckerbissen, die für Vögel schlimmstenfalls tödlich sind. Ein kleiner Überblick über die Dos und Don’ts der Winterfütterung für Vögel.

Samen, Getreide, gehackte Nüsse sind genau richtig für die körnerfressenden Finken, Spechte und Sperlinge. Auch Sonnenblumenkerne sind ein ideales Fressen in der kalten Jahreszeit. Im Gegensatz zu den genannten Vogelarten gibt es auch noch die weichfutterfressenden Rotkehlchen, Amseln, Meisen und Zaunkönige. Für sie sind Haferflocken, getrocknete Beeren oder auch ganzes Obst eine wichtige Nahrungsquelle. Im Handel gibt es abseits davon auch Futtermischungen, wie etwa Meisenknödel und Meisenringe.

Doch Vorsicht: Knödel in Netzen sind eine Gefahrenquelle – Vögel könnten sich darin verfangen. Besser sind hier die Gitterkörbe, in die Meisenknödel ohne Plastiknetz eingefüllt werden können. Was viele Vögel ganz besonders schätzen, und im Frühjahr vor dem Brüten vermehrt brauchen: getrocknete Mehlwürmer. Hier spielen die enthaltenen Proteine die Hauptrolle.

Die Bedeutung einer Vogeltränke wird hingegen oft unterschätzt: Gerade im Winter, wenn manche offenen Gewässer zugefroren sind und Vögel auf trockeneres Futter anstelle von frischem zurückgreifen, ist der Zugang zu Wasser essentiell. Eine Vogeltränke kann hier Abhilfe schaffen – sie muss nur regelmäßig auf Frost und Verschmutzungen kontrolliert werden.

Wichtige Informationen zu einer guten Winterfütterung für Vögel gibt es außerdem bei Birdlife Österreich und der Umweltberatung.

Finger weg von Brot!

Auch wenn es verlockend ist: Trockenes oder nasses Brot ist keine Vogelmahlzeit! Das Brot quillt im kleinen Vogelmagen auf und verursacht große Schmerzen, im schlimmsten Fall endet ein solches Mahl sogar tödlich.

Das gilt übrigens auch für größere Vögel wie Enten oder Schwäne. Speisereste, Speck oder andere salzige oder gezuckerte Lebensmittel sind ebenfalls ungeeignet für gefiederten Besuch. Aber abseits davon: Wer verschiedene Vögel anlocken möchte, muss auch eine entsprechend breite Palette an Leckereien bieten können.

Hygiene- und Sicherheit

Grundsätzlich empfehlen sich als Futterstelle all jene Vorrichtungen, bei denen Vögel nicht direkt im Futter sitzen und bei denen das Futter gut geschützt vor Nässe ist. Sichergestellt werden sollte außerdem, dass die Futterstelle sicher vor Katzen und anderen Raubtieren ist und diese sich auch nicht unbemerkt anschleichen können. Dennoch schätzen manche Vögel – vor allem jene, die eher am Boden fressen, wie zum Beispiel Rotkehlchen – einen gewissen Sichtschutz ihrer Futterstelle. Dass Futterstelle sowie Tränke sauber zu halten sind, und öfter kontrolliert werden müssen, versteht sich von selbst.

Winterbeginn und -ende

Mit der Winterfütterung kann ruhig schon im Herbst begonnen werden, sodass die Vögel die Futterstelle gut finden und sich daran gewöhnen. Nachdem es auch im Frühjahr hin und wieder Frosteinfälle gibt, die Vögel von ihren Nahrungsquellen abschneiden oder diese unzugänglich machen, empfiehlt es sich, die Fortsetzung von der Wetterlage im Frühling abhängig zu machen. Wenn im März noch Schnee liegt, kann ruhig noch bis in den April hinein gefüttert werden. Wenn die Vögel wieder frische Nahrung zur Verfügung haben, werden sie ihren Besuch von selbst einstellen.