Bezirke
Navigation:
am 21. März

AutofahrerInnen aufgepasst: Frühling ist Krötenwanderzeit!

Ralph Chaloupek - Krötenzaun in der Rosentalgasse nach wie vor nicht funktionsfähig


Mit Beginn des Frühlings erwachen auch die Frösche und Kröten zu neuem Leben, in großer Zahl machen sich die Amphibien jetzt auf die oft gefährliche Reise zu ihren Laichgewässern. Durch die steigenden Temperaturen kommen auch ihre Wanderungen so richtig auf Hochtouren. 

Besonders in naturnahen Regionen Österreichs sind die nächsten Wochen Natur- und
TierschützerInnen im Einsatz, um die Straßen überquerenden Kröten in Sicherheit zu bringen. Allerdings kann nur einem Bruchteil der auf Wanderschaft befindlichen Kröten mit Menschenhand über die Fahrbahn geholfen werden.  

Deshalb der dringende Appell an die AutofahrerInnen, in Penzing speziell im Bereich des Dehneparks, in
der Steinböckengasse und entlang der Amundsenstraße besonders aufmerksam auf die Fahrbahn zu achten und das Tempo zu reduzieren. Gerade in der Dämmerung, wo die dunkel gefärbten, schwer sichtbaren Tiere vermehrt unterwegs sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten! Autofahrer sollten auch auf die KrötenhelferInnen besonders aufpassen. Letztere sollten zur eigenen Sicherheit unbedingt
Warnwesten tragen! 

Ebenfalls viel frequentierte Krötenwanderrouten in Wien befinden sich in Hernals rund um den
Schwarzenbergpark, am Exelberg sowie am Bisamberg. 

Aber ganzgenerell muss in Wien und auch in jedem anderen Bundesland in den nächsten Monaten im Umkreis von Parks, Naturlandschaften und Wäldern, die stehende Gewässer wie Teiche, Seen oder Tümpel beherbergen, mit straßenüberquerenden Kröten gerechnet werden - deshalb bitte um besondere Vorsicht im Hinblick auf die amphibischen "Fußgänger"! 

Die von Straßenmeistereien aufgestellten Krötenzäune und selbst die an sich recht gut durchdachten Amphibientunnel-Leitsysteme alleine sind leider nicht ausreichend, da die oft zu niedrigen und teilweise sehr lückenhaft aufgestellten Barrieren von den Amphibien umgangen oder teils sogar einfach überwunden werden. Der Krötenzaun in der Rosentalgasse in Penzing ist seit Jahren so marode, dass er den beabsichtigten Schutz der Kröten nicht gewährleisten kann. Wir Penzinger Grüne sind intensiv bemüht, eine Sanierung in die Wege zu leiten. 

Da die Tiere nicht nur durch Überrollen getötet werden, sondern - was weitgehend unbekannt ist - bereits durch den bei hoher Geschwindigkeit entstehenden Luftsog eines über sie hinweg gehenden Autos um´s Leben kommen, wäre die wichtigste Maßnahme eine von AutofahrerInnen eingehaltene freiwillige Geschwindigkeitsbeschränkung auf unter 30 km/h. 

Ein einziges, mit hoher Geschwindigkeit fahrendes Auto kann nach dem oben geschilderten Prinzip auf wenigen Kilometern dutzende Amphibien töten, ohne diese mit den Reifen auch nur zu berühren. 

Am besten funktionieren Amphibienschutzmaßnahmen, wenn sich ergänzend zu baulichen Maßnahmen wie Krötenzäunen engagierte BürgerInnen regelmäßig eines bestimmten Gebietes annehmen. Und wenn AutofahrerInnen nicht auf die unscheinbaren amphibischen „Wandervögel“ vergessen..​.

Das kannst du tun: 

Noch ist eine rechtzeitige Sanierung möglich. Schreibt der Bezirksvorsteherin und der Umweltstadträtin, dass auch ihr den Artenschutz im Bezirk unterstützt.
Das zeigt schon Wirkung: letzte Woche wurde der Zaun inspiziert, ob tatsächlich Sanierungsarbeiten geplant sind ist uns nicht bekannt

post@bv14.wien.gv.at​, post@ggu.wien.gv.at​​